4. Industrielle Revolution

Taktgeber für die 4. Industrielle Revolution

Die drei Megatrends für die 4. Industrielle Revolution DigitalisierungDemographischer Wandel und Klimawandel / Energiewende führen von der Abschaffung der Reihenprozessverarbeitung bis hin zur vollständigen Integration und Vernetzung aller Arbeits- und Lebensbereiche und sind damit Taktgeber für Industrie 4.0.

Industrie 4.0 als Auslöser für die 4. industrielle Revolution

Industrie 4.0 ist ein Begriff, der auf die Forschungsunion der deutschen Bundesregierung und ein gleichnamiges Projekt in der Hightech-Strategie der Bundesregierung zurückgeht; zudem bezeichnet der Begriff eine industrielle Forschungsplattform. Ziel aller Bemühungen ist es, die Produktion mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik zu verzahnen. Technische Grundlage hierfür sind intelligente und digital vernetzte Systeme. Mit ihrer Hilfe soll eine weitestgehend selbstorganisierte Produktion möglich werden: Menschen, Maschinen, Anlagen, Logistik und Produkte kommunizieren und kooperieren in der Industrie 4.0 direkt miteinander. Durch die Vernetzung soll es möglich werden, nicht mehr nur einzelne Produktionsschritte, sondern eine ganze Wertschöpfungskette zu optimieren. Das Netz soll zudem alle Phasen des Lebenszyklus eines Produktes einschließen – von der Idee eines Produkts über die Entwicklung, Fertigung, Nutzung und Wartung bis hin zum Recycling. (siehe „Industrie 4.0“ in wikipedia am 27.08.2017)

Historischer Bezug als Erklärungsansatz für die Bezeichnung Industrie 4.0

Die erste industrielle Revolution bestand in der Mechanisierung mit Wasser- und Dampfkraft, darauf folgte die zweite industrielle Revolution mit der Massenfertigung mit Hilfe von Fließbändern und elektrischer Energie, daran anschließend die dritte industrielle Revolution bzw. die digitale Revolution mit Einsatz von Elektronik und IT (v. a. die speicherprogrammierbare Steuerung) zur Automatisierung der Produktion. (siehe „Industrie 4.0“ in wikipedia am 27.08.2017). Mit der Bezeichnung „Industrie 4.0“ soll nun das Ziel zum Ausdruck gebracht werden, eine vierte industrielle Revolution einzuleiten. In den Fabriken der Zukunft, also der vierten industriellen Revolution, verschmelzen IT und Fertigungstechnik. Die digitale Vernetzung macht es möglich, Maschinen aufeinander abzustimmen, Zeit und Ressourcen einzusparen und individuelle Wünsche auch in geringen Stückzahlen und nahezu losgelöst von zeitlichen und räumlichen Beschränkungen wirtschaftlich herzustellen. Dies gelingt immer mehr mit Big-Data (Erhebung, Speicherung und Verwertung riesiger Datenmengen), Internet der Dinge (IOT) und Künstlicher Intelligenz (KI).

Digitalisierung

Der wichtigste der drei Megatrends der 4. industriellen Revolution ist auch deren Motor: Die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche und die damit verbundene Vernetzung von Geschäfts- und Produktionsprozessen hin zum „Internet der Dinge“ werden innerhalb weniger Jahre einen Großteil der heutigen Wertschöpfungsprozesse radikal – disruptiv!! – verändern.

Technischer  Fortschritt als Treiber für den Mittelstand

Die „Digitalisierung“ als Synonym für technischen Fortschritt gilt als wesentlicher Treiber für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft mittelständischer Unternehmen. Sie bietet enorme Chancen, eigene Geschäftsprozesse effizienter und ressourcenschonender zu gestalten und neue Produkt- und Dienstleistungsangebote sowie neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Der technische Wandel Die Vernetzung von Produktions- und Geschäftsprozessen bis hin zum Internet der Dinge (IOT), BIG DATA und künstliche Intelligenz (IT) macht eine radikale Veränderung heutiger Wertschöpfungsprozesse erforderlich.

Demographischer Wandel

Gleichzeitig sind die ersten Auswirkungen des demographischen Wandels in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Fachkräftesicherung gehört mittlerweile zu einem der drängendsten Probleme, insbesondere in kleinen und mittleren Betrieben, d.h. also sowohl im dienstleistenden als auch im produzierenden Gewerbe und natürlich im Handwerk oder handwerksnahen Gewerbe.

Klimawandel und Energiewende

Klimawandel und Energiewende gelten als weitere wichtige Treiber für zu erwartende, umfassende, wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen.